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7. Forum Jugendstrategie am 15.12.2017

Jugendbeteiligung

Das 7. Forum Jugendstrategie baute auf den Ergebnissen des vorherigen Forums auf.

Es widmete sich dem Rahmenziel "Lebensqualität und Miteinander" der Österreichischen Jugendstrategie. Dabei diskutierten die Teilnehmenden auch die Frage, wie junge Menschen in die Entwicklung von Programmen, Projekten und Aktivitäten in den jeweiligen Institutionen eingebunden werden könnten.

Wie Jugendliche beteiligen?

Beim 7. Forum Jugendstrategie wurde aufbauend auf dem vorherigen Forum erarbeitet, wie inspirierende Beteiligungsprozesse mit jungen Menschen konkret gestaltet werden können und versucht einen Eindruck der Vielfalt an bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten vermitteln.

Programm

9 Uhr Begrüßungskaffee und Registrierung

9:30 Uhr Begrüßung und Rückblick

Die Stationen

Das 7. Forum wurde interaktiv gestaltet. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit an Projektvorstellungen, Workshops, ... in mehreren Stationen teilzunehmen. Jede Station wurde für rund 40 Minuten konzipiert, sodass es die Möglichkeit gab, während des Forums an bis zu 3 Stationen dabei zu sein. Die Auswahl an Stationen finden Sie weiter unten.

Ebenso bestand in einer Pause (mit Buffet) eine weitere Möglichkeit des Kennenlernens und des Austauschs. 

12:30 Uhr Feedback und Verabschiedung

13 Uhr Ende

Stationen - Titel für weitere Informationen anklicken

Irgendwie wissen es alle: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein Gebot unserer Zeit und ist sinnvoll! Aber scheinbar gibt es auch gute Gründe, die gegen eine flächendeckende Umsetzung von Jugendbeteiligung zum Beispiel in politischen Gemeinden sprechen. Und mit diesen guten Gründen werden wir uns beschäftigen müssen, um die Attraktivierung von Jugendbeteiligung zu erhöhen und so richtig Lust darauf zu machen.

In diesem Workshop werden wir uns mit Möglichkeiten und Notwendigkeiten beschäftigen mit denen es gelingen kann, dass VerantwortungsträgerInnen in Gemeinden, Schulen, Jugendverbänden nicht nur Lippenbekenntnisse zur Jugendbeteiligung abgeben, sondern wirklich, wirklich wollen. Ganz praktisch und plakativ werden wird das gemeinsam anhand des Beteiligungsformats "Digitale Jugendumfrage" durch exerzieren und erlebbar machen. 

Ihre Gastgeber:

Alexander Mitter ist Geschäftsführer von akzente Salzburg, Johannes Schindlegger leitet die Regionalstelle akzente Pinzgau

Das Spiel soll die Aufmerksamkeit insbesondere auf die unterschiedlichen Perspektiven verschiedener Interessengruppen in Bezug auf Klimawandel und Klimaschutz lenken. Diese Gruppen tragen einerseits in sehr unterschiedlichem Maße zum Klimawandel bei, andererseits sind sie verschieden stark vom Klimawandel betroffen. Daher bezieht sich unsere Station auf das 13. Sustainable Development Goal - Climate Action

Wichtig ist uns dabei allen Altersgruppen das Thema Klimawandel, Klimaschutz und Klimakonferenz auf spielerische Weise näher zu bringen, um so auch das Interesse von Personen zu wecken die weniger an Klimaschutz interessiert sind. 

Ihre Gastgeberinnen sind Claudia Michl und Miriam Schönbrunn (Klimareporter.in Programm)

Zu den Klimareporter.innen

Wir sind junge Menschen aus ganz Österreich, die für das Thema Klimaschutz brennen und es sich zum Ziel gesetzt haben, dieses Feuer an andere weiterzugeben. Wir berichten über alles, was ihr schon immer über Klimawandel und Klimaschutz wissen wolltet. Im November haben wir auch von der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) live aus Bonn berichtet. Unsere Mission ist es, die Klimakonferenz für junge Menschen verständlich zu machen. Denn der Klimawandel geht uns alle an – Mischen wir uns ein,

Der Workshop möchte die Frage beantworten, wie Jugendbeteiligung in der Gemeinde, der Region oder im Bundesland konkret aussehen kann; wir haben dazu im Folgenden einige erfolgreiche Projekte aus der Praxis zusammengestellt; es sind dies kleinere und ganz große Angebote, verstreut im gesamten Bundesland. Manche der Beispiele wurden in kleinen Gemeinden mit nur einer Handvoll Jugendlichen – dafür aber sehr gehaltvoll – durchgeführt, andere betrafen die gesamte Region, beteiligten zahlreiche Jugendliche und hinterließen ein großes Echo.

Es werden Beispiele der institutionalisierten und der projektbezogenen Beteiligung sowie offene Formen der Beteiligung vorgestellt. Damit soll aufgezeigt werden, wie weit sich der Bogen der Beteiligung von jungen Menschen spannen kann. Es zeigt sich: Beteiligung ist auf vielen unterschiedlichen Wegen und Ebenen machbar. Wichtig ist immer, den passenden Rahmen für das eigene Vorhaben zu finden.

Weiters sollen die Beispiele aus der Praxis verdeutlichen, wie viel in dem Feld Jugendpartizipation in Salzburg schon passiert ist und laufend passiert. Wir hoffen, den TeilnehmerInnen damit den Mut und die Überzeugung zu geben, selbst aktiv zu werden und Jugendbeteiligung im eigenen Umfeld anzugehen. 

Ihre Gastgebenden:

Rainer Schramayr leitet den Bildungsbereich bei akzente und führt seit Jahren Beteiligungsprojekte durch, Marietta Oberrauch ist stellvertretende Geschäftsführerin und für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit & Marketing zuständig.

Jugendliche im Alter zwischen 12 und 19 Jahren setzen Gesundheitsprojekte um – Themen, Form und Methoden der Auseinandersetzung werden von den Jugendlichen selbst bestimmt. Beteiligte Einrichtungen des jeweiligen Projektbezirks (Jugendzentren, Schulen etc.) nehmen eine begleitende und unterstützende Rolle ein. Die Pädagoginnen, Pädagogen, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter können außerdem durch integrierte Schulungselemente und Schulungsunterlagen ihre Kompetenzen zum Thema Gesundheitsförderung nachhaltig ausbauen. Den Höhepunkt dieses Prozesses bildet eine öffentliche Konferenzveranstaltung im Bezirk, bei der die Jugendlichen ihre Produkte und Projekte vorstellen können und die von den Jugendlichen mitorganisiert, -moderiert und -gestaltet wird.

Mehr Informationen

Zur Station: Präsentation eines zirka 10-minütigen Films über die Jugendgesundheitskonferenzen, Besprechung der Rahmenbedingungen des Projekts, sowie Beschreibung der zentralen Projektbausteine des partizipativ angelegten Projektes für Jugendliche, Präsentation von Infomaterialien, Möglichkeit für Fragen und Diskussion

Ihre Gastgeberinnen sind

  • Wiener Gesundheitsförderung (Mag. Monika Bader-Wehinger, Auftraggeberin)
  • Frauengesundheitszentrum FEM (Mag. Katrin Sabeditsch, Projektumsetzung)
  • queraum. kultur & sozialforschung (Mag. Christa Edlmayr, Projektumsetzung)

Kurzbeschreibung Inhalt der Station: Bei der Station besteht die Möglichkeit, die Arbeit der Bundesjugendvertretung (BJV) näher kennenzulernen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Als gesetzlich verankerte Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen verfügt die BJV über eine breite Expertise und ein starkes Netzwerk, wenn es darum geht, Kinder- und Jugendpolitik als Querschnittsmaterie wahrzunehmen und zu gestalten.

Ihre Gastgeberinnen sind Maria Lettner (Büro der Bundesjugendvertretung) und Martina Tiwald (Vorsitzteam der Bundesjugendvertretung)

Der Polarstern ist der Fixstern am Himmelszelt der Reisenden und seit jeher ein Navigationspunkt auf ihrem Weg. Dabei unterstützen wir auch junge Menschen. Durch ein digitales Tool bei dem Kinder & Jugendliche ihre Talente und Fähigkeiten erkennen und dem Polarstern Hub, einem Youth Campaigning Bureau, wird ihnen ermöglicht, aktiv zu entdecken und wachsen.

www.polarstern.me

Zur Station:

  • Was soll dieses Buzzword Partizipation eigentlich bedeuten?
  • Was bringt uns Partizipation?
  • Wie Partizipation in der Praxis aussehen kann - Polarstern
  • Methoden aus der Startup-Szene um Partizipation zu gestalten

Ihre Gastgebenden sind Marlene Zehetner und Raphael Huber, Geschäftsführende Polarstern

Kurzbeschreibung der Station: Europa formal trifft non-formal. Storytelling: Best Practice, Erfahrungswissen, Qualität und Innovation durch Vernetzung und Kooperation

Ihre Gastgebenden sind Markus Plasencia (Panthersie für Europa) und Maria Pichlbauer (Landesschulrat ür Steiermark/Servicereferat EU).

 

Wie können nicht verbandlich organisierte und/oder benachteiligte junge Menschen in einen EU-weiten Beteiligungsprozess eingebunden werden?

Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich ein aktuelles EU-Projekt des bundesweiten Netzwerks Offene Jugendarbeit (bOJA). Mit Hilfe des methodischen Know-Hows der Offenen Jugendarbeit wird versucht Partizipationsformen zu finden, die eine Brücke zwischen der Lebenswelt junger Menschen und dem Strukturierten Dialog auf EU-Ebene schlagen können.
Oftmals ist es nicht das Desinteresse Jugendlicher, welches Beteiligung erschwert, sondern es sind Rahmenbedingungen und Settings, die Beteiligungsprozesse hemmen können. Eine Perspektive der Offenen Jugendarbeit auf das Thema Beteiligung steht bei dieser Projektvorstellung im Zentrum.

Ihre Gastgeberin Stephanie Deimel (bOJA - Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit) informiert über diesen Projektansatz.

Der aktuelle europaweite Beteiligungsprozess trägt dazu bei, die Zusammenarbeit im Bereich Jugendpolitik in der EU nach 2018 zu gestalten. In Österreich führt die Koordinierungsstelle derzeit dazu eine Umfrage und Fokusgruppen durch.

weitere Informationen zum Strukturierten Dialog

Zur Station:

Präsentation des Beteiligungsinstruments Strukturierter Dialog und Diskussion über Möglichkeiten Initiativen mit dem Strukturierten Dialog zu verknüpfen.

Ihre Gastgeber sind Georg Feiner und Martin Kitzberger (Koordinierungsstelle Strukturierter Dialog in Österreich)

Wie – wo - wann will und kannst du dich engagieren? Dazu bietet JUMP ein Spiel, einen Selbst-Test, eine interaktive Österreichkarte, viele weiter Informationen und eine Ideenwand an.

Ihre Gastgeberin ist Angelika Rainer, Geschäftsführung JUMP

Das präsentierte Dokument ist der Versuch, eine vollständige Gesamtübersicht über die Beteiligungsmöglichkeiten für österreichische Jugendliche in Österreich zu geben. Im Fokus lagen dabei die rechtlich festgeschriebenen Möglichkeiten. Umrissen werden für jeden Punkt die gesetzliche Verankerung, die Zielgruppe, der Zeitpunkt der Beteiligungsform und das Wirkungspotential.

Zur Station:

Ziel der Station ist, der tatsächlichen Vollständigkeit der Darstellung der Beteiligungsmöglichkeiten näher zu kommen. Hierfür gibt es eine Präsentation der Arbeit, Diskussion zu Inhalt und potentieller Weiternutzung. Möglichkeit zur Erweiterung von Teilbereichen bzw. ausgeklammerten Bereichen der Arbeit

Ihr Gastgeber ist  Jakob Kramer von beteiligung.st - die Fachstelle für Kinder-, Jugend- und BürgerInnenbeteiligung

aha plus ist ein Anerkennungssystem für Jugendliche, die sich freiwillig engagieren. 12- bis 24-Jährige aus Vorarlberg, die sich über die normale Mitgliedschaft hinaus in einem Verein, einer Organisation, Initiative oder der Gemeinde einbringen, können mit aha plus Punkte (Points) für ihr Engagement sammeln, die wiederum gegen eine wertvolle Anerkennung (Rewards) eingelöst werden können.

Zur Station:

  • Präsentation von aha plus – Ausgangslage, Motivation, Ziel, Nutzen, Funktionalität, Ausblick
  • Fragen und Diskussion

Ihre Gastgeberin ist Barbara Österle, Projektleitung aha plus (aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg)

Hier stehen die Jugendlichen im Mittelpunkt und können im Info-Team, Moderations-Team, Multimedia-Team oder als EFD-Mentor/in ihre Fähigkeiten und Talente unter Beweis stellen. Die Jugendlichen Pius Himmer und Hanna Jutz stellen die aha Jugendteams vor und freuen sich anschließend über Ihre Fragen in einem persönlichen Austausch.

Ihre Gastgeber/innen sind Pius Himmer und Hanna Jutz, Jugendteam im aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg

 

Das Jugendbeteiligungsprojekt „Get active“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familien und Jugend und der Österreichischen Jugendinfos. Seit Ende November 2017 freut sich ein Team aus 15 jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren aus ganz Österreich darauf, sich an Projekten und Vorhaben von Ministerien und Organisationen, die Jugendliche erreichen und einbinden sollen, zu beteiligen und diese mitzuentwickeln. Der klare Mehrwert für die Verwaltung und die Organisationen: Maßnahmen, die sich stärker an den Bedürfnissen Jugendlicher orientieren.

Bei der Get active-Station beim Forum Jugendstrategie haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Get active-Team zu überlegen, welche Ihrer Themen für Jugendliche am meisten Relevanz haben, wo und wie die Perspektive junger Menschen sinnvoll einfließen kann, sowie erste Ideen bezüglich inspirierender Beteiligungsprozesse mit jungen Menschen zu erarbeiten.

Ihre Gastgeber/innen sind Aleksandar Prvulović & Natalie Brezer von den Österreichischen Jugendinfos sowie 2 Jugendliche vom Get active-Team.

Anna, Sarah und Sophie, alle drei internationale Jugenddelegierte der BJV, bieten kostenlose Workshops für Jugendgruppen und Schulklassen an. Zielgruppe sind Jugendliche im Alter ab 12 Jahren. Ziel der Workshops ist es, Jugendlichen das Thema Nachhaltigkeit auf interaktive Weise näher zu bringen sowie Anliegen und Ideen von jungen Menschen in Österreich zu sammeln, damit diese in nationale und internationale Politikprozesse eingebracht werden können. Sophie Hammer wird über ihre Tätigkeit als ehrenamtliche Jugenddelegierte erzählen und das Workshop-Angebot sowie bisherige Ergebnisse vorstellen.

Ihre Gastgeberin ist Sophie Hammer, European Youth Delegate

Über das Forum Jugendstrategie

Das Forum Jugendstrategie bietet allen jugendpolitisch interessierten Personen die Möglichkeit, sich informell auszutauschen und zu informieren.

Zielgruppe des Forums sind Multiplikator/innen aus dem Bereich Verwaltung (Bund, Land), Politik, Jugendarbeit, Forschung, Kinder- und Jugendhilfe und anderweitigen Institutionen auf Bundesebene. Das Forum ist eines von mehreren Maßnahmen des Kompetenzzentrums Jugend im BMFJ, die sich der Etablierung von "Jugend" in allen Politikbereichen widmet - als Teil der Umsetzung der Österreichischen Jugendstrategie.

Kontakt

Kompetenzzentrum Jugend

E-Mail: jugendstrategie@bka.gv.at