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Nationale Aktionspläne und Strategien

Eine Erhebung über nationale Aktionspläne und Strategien und deren Jugendbezug

Eine weitere Maßnahme im Rahmen des "Jugendscreening" war im Jahr 2012 die Analyse von bestehenden Nationalen Aktionsplänen und Strategien in Österreich. Dabei wurde untersucht, inwieweit Jugendpolitik in Österreich bereits ressortübergreifend als Querschnittsmaterie verankert ist – womit auch ein entsprechender Wissensstand verbunden sein sollte.

Dabei wurden nicht nur Angebote und Maßnahmen jener Ressorts analysiert, die im engeren Sinne mit Fragen der Jugendpolitik und Jugendarbeit befasst sind (zum Beispiel Abteilung Jugendpolitik im Jugendministerium), sondern auch Aktivitäten und Maßnahmen aus anderen politischen Bereichen. Die Nationalen Aktionspläne und Strategien wurden auf Basis eines Kategorienschemas (Jugendbezug, inhaltliche Differenzierung, Einbindung von Jugendlichen/Jugendorganisationen bei der Erstellung, Jugendbezug als Querschnittsmaterie angesprochen) gesichtet.

Ergebnisse

Die aktive Einbeziehung und Teilhabe von Jugendlichen als Maßnahme ist in den Aktionsplänen die Ausnahme. Gleiches gilt für Projekte, welche die Partizipation junger Menschen in den Vordergrund rücken. Die Analyse unterstreicht die Notwendigkeit, Jugendpolitik als Querschnittsmaterie zu verstehen und entsprechend zu realisieren.

Die Auswertung brachte folgende allgemeine Ergebnisse:

  • Die meisten Jugendbezüge konnten dem Bereich Allgemeine und berufliche Bildung zugeordnet werden.
  • Die Schule bzw. Bildungsinstitutionen werden als wesentlicher Ansatzpunkt von Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung von Jugendlichen gesehen. Außerschulische Jugendarbeit wird nur selten erwähnt.
  • Zahlenmäßig bedeutsam ist auch der Bereich Gesundheit und Wohlbefinden.
  • Breiter Raum wurde dem Thema Jugend aber auch rund um die Themen Beschäftigung und Unternehmergeist gewidmet: Hier stehen insbesondere Qualifizierungsmaßnahmen im Mittelpunkt, die den Eintritt Jugendlicher in den Arbeitsmarkt erleichtern sollen
  • Hingegen sind nur sehr wenige jugendpolitische Inhalte in den Bereichen Teilhabe, Freiwilligentätigkeit, Kreativität und Kultur sowie soziale Eingliederung und Jugend in der Welt zu identifizieren.
  • Die Auswertung zeigt ferner, dass es kaum Aktionspläne gibt, die sich speziell der jungen Zielgruppe und ihren Bedürfnissen widmen.
  • In einigen Dokumenten stehen dem Titel nach Kinder im Vordergrund, der Jugendbezug wird im jeweiligen Dokument jedoch deutlich. Dies erscheint symptomatisch dafür, dass Jugendliche nur selten explizit als eigene spezifische Bevölkerungsgruppe wahrgenommen werden.
  • In der Natur der Aktionspläne liegt es, dass eine Erwähnung von Jugendlichen großteils in Verbindung mit zu bewältigenden Problemen und Herausforderungen erfolgt. Die Chancenorientierung steht im Hintergrund.
  • Eine Querschnittssicht des Themas Jugend gibt es ebenfalls kaum.
  • Die Einbeziehung von Jugendlichen oder Jugendorganisationen in die Entwicklung von Nationalen Aktionsplänen lässt sich nur punktuell finden. Auch wenn jugendliche Zielgruppen Adressaten eines Aktionsplans sind, werden sie an der Erarbeitung der vorgestellten Maßnahmen nicht aktiv beteiligt.

Koordination

Im Mai 2013 wurde als erster Schritt ein Workshop für alle Mitarbeiter/-innen des Bundes, die für die Koordination von Nationalen Aktionsplänen oder Strategien zuständig sind durchgeführt, der die bessere Abstimmung zwischen den Aktionsplänen im Bereich Jugend zum Ziel hatte. Es wurden dabei erste Gespräche geführt, in welchen Bereichen jugendpolitische Maßnahmen in die Pläne und Strategien einfließen könnten. Im Sinne des WTG-Modells ist die Schaffung von Synergien zwischen den Stakeholdern ebenfalls Ziel.

Jugend in den Aktionsplänen (Stand Juli 2017)

In die untenstehende alphabetische Aufstellung wurden auch jene Nationalen Aktionspläne und Strategien miteinbezogen, die junge Menschen implizit adressieren. Über die hier angeführten Nationalen Aktionspläne und Strategien hinausgehend gibt es noch weitere, die an dieser Stelle aber nicht aufgenommen wurden, da sie zum Erhebungszeitpunkt entweder nicht aktuell waren oder sich noch in Bearbeitung befanden.

Aktionspläne und Strategien

Veröffentlicht: 2017

Federführung: BMGF

Jugendbezug: Expliziter Jugendbezug, da der Aktionsplan entlang der verschiedenen Lebensphasen von Frauen (Jugend - Berufsalter - höheres Alter) strukturiert ist. Expliziter Jugendbezug findet sich im Kapitel Mädchen und junge Frauen mit folgenden Wirkungszielen:

  • Bei Mädchen und jungen Frauen ein positives Selbstbild für ein gesundes Leben fördern.
  • Einen reflektierten Umgang mit gesellschaftlichen Rollenbildern bei Mädchen und jungen Frauen fördern.
  • Die sexuelle Gesundheit von Mädchen und jungen Frauen fördern und schützen.

Darüber hinaus werden Mädchen und junge Frauen implizit bei den generationenübergreifenden Wirkungszielen adressiert:

  • Gendergerechte Gesundheitsversorgung und Gesundheitsforschung fördern.
  • Frauen treffen informierte, gesundheitsbewusste und selbstbestimmte Entscheidungen in Gesundheitsfragen.
  • Gewaltprävention - Hilfe und Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen ausbauen.
  • Institutionen (insbesondere Beratungsstellen) für frauenspezifische Aspekte bei Behinderung sensibilisieren.
  • Gesundheitliche Chancengerechtigkeit für sozioökonomisch benachteiligte Frauen mit Migrationshintergrund erhöhen.
  • Armutsrisiken von Frauen in allen Lebensphasen verringern.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2015

Federführung: BMWFW

Jugendbezug: explizit

Einrichtung eines Young Citizen Science Award für Jugendliche in Erweiterung des erfolgreichen Förderungsprogramms Sparkling Science.

Weiterentwicklung bestehender Förderungsprogramme um Citizen Science. 2015 wird das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Pilotprojekte zu Responsible Citizen Science & Young Citizen Science und Open Innovation im Bereich der grundlagenorientierten und angewandten Forschung fördern, welche über die Kernzielgruppe der Schülerinnen und Schüler hinaus weitere Bevölkerungsgruppen in Forschungsprojekte einbinden. 2017 soll ein eigenes Förderungsprogramm zum Thema folgen.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2013

Federführung: BMASK

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2016

Federführung: BMASK, BMB, BMFJ, BMWFW

Jugendbezug: Mithilfe von AusBildung bis 18 sollen alle Unter-18- Jährigen eine über den Pflichtschulabschluss hinausgehende Ausbildung abschließen

(Link zur Website AusBildung bis 18 und Ausbildungspflichtgesetz, BGBl. I Nr. 62/2016)

Veröffentlicht: 2014
Federführung: BMLFUW
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug durch den Ausbau der Lehrpläne aller Bildungsstufen im Hinblick auf das Verständnis von Biodiversität, deren Dynamik und umfassenden Wert, auf das Konzept der Ökosystemleistung sowie der Handlungsoptionen für den Erhalt der Biodiversität.

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2009
Federführung: BMVIT
Jugendbezug: Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen; zielgruppenspezifische Maßnahmen für Jugendliche

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2011
Federführung: BMLFUW
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug ist hinsichtlich Good Governance, einer qualitätsvollen Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft sowie bei Bildung für nachhaltige Entwicklung gegeben.

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2010
Federführung: BMEIA
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug in der Ausbildung zu internationalen Friedensoperationen. Darüber hinaus besteht eine "Null-Toleranz-Politik" betreffend sexuellem Missbrauch und Zwangsprostitution; Erhöhung des Anteils von Frauen an von Österreich entsandtem Personal.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2011
Federführung: BKA
Jugendbezug: Jugendliche werden implizit einbezogen indem auf eine generelle Stärkung der Nutzer/-innen abgezielt wird.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2007
Federführung: BMWFW
Jugendbezug: Verankerung eines Energiespar-/ Energieeffizienzschwerpunkts in der Schule, im Kindergarten und in der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2010
Federführung: BMWFW/BMLFUW
Jugendbezug: Mobilitätsmanagement

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2012

Federführung: BMVIT

(Link zum Verkehrsplan)

Veröffentlicht: 2012
Federführung: BMG
Jugendbezug: Übergeordnetes Ziel ist die Verbesserung der Gesundheit aller in Österreich lebenden Menschen unabhängig von Bildungsstatus, Einkommenssituation oder Lebensumständen. Wichtige Grundprinzipien: Determinantenorientierung, „Health in All-Policies-Ansatz“, Förderung der Chancengerechtigkeit. Erarbeitet wurden die Gesundheitsziele unter Einbeziehung aller relevanten Politik- und Gesellschaftsbereiche. Ziele mit besonderem Jugendbezug: Gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen gewährleisten; Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitswelten schaffen; für gesundheitliche Chancengerechtigkeit sorgen; die Gesundheitskompetenz stärken; die natürlichen Lebensgrundlagen wie Luft, Wasser und Boden sowie  alle  Lebensräume auch für künftige Generationen nachhaltig gestalten und sichern;  Gesunde Ernährung und Ernährungskompetenz  sowie gesunde und sichere Bewegung und die  Bewegungskompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern; Förderung von psychosozialer Gesundheit – insbesondere die Stärkung der Lebenskompetenz und Maßnahmen der Gewalt- und Suchtprävention

(Link zu den Zielen)

Veröffentlicht: 2007
Federführung: BMLFUW/BMG
Jugendbezug: Sauberes Wasser, Ernährung, Bewegung, Unfallverhütung, Verkehrssicherheit, Jugendliche sind noch vorbildhaft in punkto Mobilität (Zufußgehen und Radfahren). Durch höheres Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Gefahren im Straßenverkehr sind sie aber immer öfter passive Mitfahrer/-innen. Daher sollte in sichere Geh- und Radinfrastruktur als Maßnahme gegen Bewegungsarmut investiert werden. Die außerschulische Jugendarbeit bekommt Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von umwelt- und klimafreundlichen Jugendprojekten; Bewusstseinsbildung; Schaffung von umweltfreundlichen Angeboten; Jugendbeteiligung bei der Verkehrsplanung; Qualitätsvolle Jugendprojekte nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Sektoren möglich. Ausbildung von Jugendlichen zu CEHAPE (Children´s Environment Health Action Plan for Europe)-Coaches; Die Erarbeitung des Aktionsplanes erfolgte gemeinsam mit Jugendlichen; Auszeichnung von Jugendprojekten mit dem Jugend-Umwelt-Gesundheitspreis

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2012
Federführung: BMG
Jugendbezug: Gesunden Start ins Leben ermöglichen; Schaffung passender Rahmenbedingungen; Schwerpunkt auf gesunde Entwicklung und Lebenswelten von Jugendlichen; Freiräume für Bewegung und Kreativität, aber auch strukturierte Räume anbieten; Lebenskompetenzförderung; Schutz vor physischer und psychischer Gewalt; Jugendliche als relevante Zielgruppe bei Aktionsplänen und Strategien mitdenken (Raum-, Siedlungs- und Verkehrsplanung); Chancengleichheit; Versorgung von kranken Kindern und Jugendlichen

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2017

Federführung: BMLFUW

Jugendbezug: expliziter und impliziter Jugendbezug

In den fünf Bereichen des Masterplans ("Land- und Forstwirtschaft, Wirtschaft und Umwelt"/"Verwaltung"/"Leben am Land"/"Infrastruktur, Mobilität, Digitalisierung" sowie "Soziale Verantwortung") finden sich diverse Ziele und Handlungsoptionen, die junge Menschen betreffen. Hervorzuheben sind beispielsweise die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von jungen Menschen (Bereich "Leben am Land") oder das Ziel der Schaffung von leistbarer Mobilität und freien Verkehrsmittel für alle sowie die Ausweitung digitaler Kompetenzen (Bereich "Infrastruktur, Mobilität und Digitalisierung") von jungen Menschen.

(Link zur Bestellung, Link zum Masterplan)

Veröffentlicht: 2015

Federführung: BMLFUW und BMVIT

Jugendbezug: explizit

  • Bestimmte Bevölkerungsgruppen (wie Kinder und Jugendliche) sind in der Gruppe der Zu-Fuß-Gehenden stärker vertreten.
  • Einbettung des Themas FußgängerInnen-Verkehr in die klimaaktiv mobil Beratungsprogramme für Betriebe, für Städte, Gemeinden und Regionen, für den Freizeit- und Tourismusbereich, für Jugendliche und für Bildungseinrichtungen: Die klimaaktiv mobil Beratungsprogramme sollen um das Thema FußgängerInnenverkehr erweitert werden. Im Mobilitätsmanagement von Betrieben, Städten, Gemeinden, Freizeitakteuren und Tourismusorganisationen, Bildungseinrichtungen und Jugendinitiativen soll der Fußgängerverkehr und seine Förderung verstärkt Berücksichtigung finden. Die klimaaktiv mobil Beratungsteams werden verstärkt maßgeschneiderte Unterstützung bei der Erstellung von Strategien und Plänen zur Förderung des FußgängerInnenverkehrs anbieten
  • Schaffung und Integration von Förderschwerpunkten für das Gehen im Rahmen des klimaaktiv mobil Förderprogramms: Das klimaaktiv mobil Förderprogramm des BMLFUW bietet den Betrieben, den Städten, Gemeinden und Regionen, den Akteuren im Freizeit- und Tourismusbereich, Jugendinitiativen und Bildungseinrichtungen finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von umweltfreundlichen Mobilitätsprojekten an. Im Rahmen des klimaaktiv mobil Förderprogramms sollen auch verstärkt Investitionen zur Förderung des FußgängerInnenverkehrs seitens des BMLFUW unterstützt werden.

(Link zum Masterplan)

Veröffentlicht: 2015

Federführung: BMLFUW

Jugendbezug: explizit

  • Beratungsprogramme im Radverkehr und Radverkehrsförderung im Rahmen des Mobilitätsmanagements (Schwerpunkt Tourismus, Freizeit und Jugend; Kinder Eltern und Schulen)
  • Erhöhung der Radverkehrssicherheit durch Verkehrserziehung (Erlernen des richtigen und sicheren Umgangs mit dem Fahrrad im Straßenverkehr) und Mobilitätsbildung (Forcieren von nachhaltigem und umweltfreundlichem Mobilitätsverhalten) bereits im frühen Alter
  • Weiterentwicklung der Straßenverkehrsordnung und Anpassung von Richtlinien und Normen auf Bundesebene (z-B.: Verbesserung der Situation für Rad fahrende Kinder)
  • Bewusstseinsbildung und Imagekampagnen zur nachhaltigen Radverkehrsförderung
  • Ausbau einer flächendeckend einheitlichen Grundausbildung zur Radfahrlehrer/in sowie die Integration in der pädagogischen Ausbildung; Durchführung der Fahrradprüfung; In der bestehenden Verkehrserziehung sollen alle Verkehrsteilnehmer/innen zur gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr motiviert und – hinsichtlich eines nachhaltigen ressourcenschonenden Verkehrssystems – die positiven Aspekte des Radfahrens (Spaß, Gesundheit) verstärkt hervorgehoben werden. Die Forderung nach einer Fahrradeinheit im Rahmen der Führerscheinausbildung zur praktischen Vermittlung des Blickwinkels von Radfahrer/innen im Straßenverkehr bleibt aufrecht.
  • Aus- und Weiterbildung im Bereich Fahrrad/Radverkehr: Für Akteur/innen der Wirtschaft hat sich sowohl durch das Elektrofahrrad als auch durch das Transportfahrrad neuer Schulungsbedarf ergeben, der mittelfristig die Etablierung des Berufs der Fahrradtechniker/in erfordert. Auch ist der fachliche Nachwuchs im Bereich der Fahrradtechnik durch entsprechende Ausbildungsplätze sicherzustellen.
  • Radfahren als Maßnahme der Gesundheitsförderung und unter der Berücksichtigung von Gesundheitseffekten durch Radfahren.

(Link zum Masterplan)

 

Veröffentlicht: 2014

Federführung: BMG

Jugendbezug: Für den Nationalen Aktionsplan seltene Erkrankungen wurden sowohl die Rahmengesundheitsziele als auch die Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie einbezogen. Kinder und Jugendliche wurden explizit in Bezug auf transitionelle Versorgung angeführt.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2008, verlängert bis 2018

Federführung: BMBF

Jugendbezug: expliziter Jugendbezug für "Fairness an Schulen". Die zentrale Botschaft der Strategie: keine Toleranz für Gewalt in jeder Form – sei es körperliche, verbale oder psychosoziale Gewalt an Schulen und in der Gesellschaft. Denn Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Respekt, Sicherheit und Geborgenheit in einer gesunden Umwelt, wie es in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1989 formuliert wird.

Inhaltliche Schwerpunkte für 2014-2016:

  • "Dschihadischer Extremismus"
  • Bullying
  • (Sexuelle) Gewalt an Mädchen und Frauen

(Link zur Nationalen Strategie)

Veröffentlicht: 2017

Federführung: BMWFW

Jugendbezug: Die Nationale Strategie zur Sozialen Dimension zielt auf einen integrativeren Zugang und eine breitere Teilhabe in der Hochschulbildung. Junge Menschen werden als heterogene Gruppe von Studierende angesprochen. Die Strategie verfolgt Verbesserungen in den 3 Dimensionen "Integrativerer Zugang", "Abbruch verhindern, Studienerfolg verbessern" und "Rahmenbedingungen schaffen und hochschulpolitische Steuerung optimal einsetzen" mit Fokus auf unterrepräsentierte Gruppen sowie Gruppen mit spezifischen Anforderungen.

(Link zur Nationalen Strategie)

Veröffentlicht: 2012, Überarbeitung 2016
Federführung: BMB
Jugendbezug: gezielte Förderung durch individualisiertes Lehren und Lernen, verbesserte Bildungsberatung und Berufsinformation sowie effizientere psychosoziale Unterstützungssysteme; mit dem Jugendcoaching wird auf Prävention und frühzeitige Intervention gesetzt; Aufklärung der Jugendlichen über die Folgen von Schul- und Ausbildungsabbrüchen; Fokus auf Jugendliche aus benachteiligten Familien, bildungsferne Jugendliche, Jugendliche mit Eltern mit niedrigem Bildungsniveau, im Ausland geboren oder arbeitslos gefährdete junge Menschen; Ausbildungsgarantie; Überbetriebliche Ausbildung; Tag der Lehre; Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2012
Federführung: BMASK
Jugendbezug: spezielle Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung; Integrative Berufsausbildung als "maßgeschneiderte Berufsausbildung"; Ausbau der jugendpsychiatrischen Versorgung; Maßnahmen zur generellen Eingliederung von Menschen mit Behinderung; Ausbau des barrierefreien Zugangs zu kulturellen Einrichtungen

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2012
Federführung: BMLVS/BMG
Jugendbezug: Bewegungsförderung bei Jugendlichen als wichtige Maßnahme; Förderung von Schulsport; Vereinssport als Möglichkeit für soziale Kontakte; Chancengleichheit

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2006
Federführung: BMVIT
Jugendbezug: erfolgt in der Herausforderung Lehrlinge zu finden

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2012/2013
Federführung: BMG
Jugendbezug: Ernährungsberatung in Schulen; schulische Gemeinschaftsverpflegung verbessern; Ernährungsbewusstseinsbildung in Jugendzentren und beim Bundesheer; Ernährungsführerschein; Fokus auf Settings, in denen die Zielgruppen anzutreffen sind; Maßnahmen zur Reduktion von Adipositas, inadäquater Nahrungsaufnahme und Bewegungsmangel; Werbung besser verstehen lernen (media literacy)

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2008
Federführung: BMLFUW
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug in den Bereichen Lebensqualität, Nachhaltigkeit und vorsorgende Verwaltung

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2009
Federführung: BMWFW
Jugendbezug: Förderung von Jungforscher/-innen; frühzeitige Nachwuchssicherung für die Forschung

(Link zum Dokument)

Federführung: BMEIA
Jugendbezug: Verbesserung von sprachlichen Fähigkeiten; Bildungs- und Berufsorientierung; mehrsprachige Pädagog/-innen; Schwerpunkt Integration in der berufliche Qualifizierung und im Arbeitsmarkt; Maßnahmen am Lehrstellenmarkt; zukunftsorientierte Integrationspolitik; Rechtsschutz auch für Jugendliche aus anderen Kulturkreisen; Förderung von Diversität, Sprache und Kultur

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2014

Federführung: BMBF

Jugendbezug: expliziter Jugendbezug bei diversen Maßnahmen: Verstärkung und Abstimmung der Maßnahmen zur Bekanntmachung von Opferschutzeinrichtungen und insbesondere der Notwohnung für von Zwangsheirat bedrohte oder betroffene Mädchen und junge Frauen, insbesondere an Schulen; Maßnahmen zur Bekämpfung von Rollenstereotypen und gewaltpräventive Workshops für Frauen, Mädchen und männliche Jugendliche (Burschenarbeit); GewaltFREI leben – Medienwerkstatt“ (für Studierende an der FH Wien, Studiengang Journalismus & Medienmanagement); „GewaltFREI leben – Du & ich“ (für Jugendliche) – Reflektieren von Geschlechterstereotypen, diskriminierungsfreie Geschlechterrollen im Rahmen des EU-Projekts „GewaltFREI leben“

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2015

Federführung: BMEIA

Jugendbezug: explizit

Im Bereich der Prävention wurde als Ziel Sensibilisierung/Bewusstseinsbildung für alle Dimensionen des Menschenhandels in der Öffentlichkeit definiert. Dies soll u.a. mit der Förderung und Präsentation der Ausstellung „Menschenhandel – Sklaverei im 21. Jahrhundert“ für Jugendliche und junge Erwachsene sowie im Rahmen von anlassbezogenen Veranstaltungen erfolgen.

Im Bereich Opferschutz wurden Maßnahmen wie zum Beispiel Vernetzung aller beteiligten Stellen (öffentliche und NGOs) und Diskussion zu einheitlichen Standards für die Betreuung und Unterbringungen von Opfern von Kinderhandel, Schulungen für MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendhilfe in allen Bundesländern definiert.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2010
Federführung: BMVIT
Jugendbezug: Die Einführung und Förderung von Elektromobilität wird durch Impulse und positive Gestaltung des Umfeldes über Lehre, Universitäten/Fachhochschulen, Fahrschulen oder Verkehrserziehung unterstützt.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2008
Federführung: BMBF/BMWFW
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug in grundsätzlichen Ausführungen zu Bildungsfragen, Anerkennung, etc.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2013; derzeit in Überarbeitung

Federführung: BKA

Jugendbezug: expliziter Jugendbezug ist für die Überarbeitung vorgesehen.

(Link zur Website)

Veröffentlicht: 2013
Federführung: BKA
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug durch den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten, vor allem von Kindern und Frauen

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2013
Federführung: BKA
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug durch verstärkte Aufnahme von Cyber Sicherheit in den Unterricht aller Schularten

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2012
Federführung: BMLFUW
Jugendbezug: Schwerpunkt auf zielgruppengerechte Aufbereitung von Informationsmaterial, da Jugendliche ebenfalls von den Gesundheitsfolgen durch den Klimawandel (z.B.: Umgang mit Hitzewellen, Ozon oder Allergien) betroffen sind .

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2008
Federführung: BMLFUW/BMBF/BMWFW
Jugendbezug: Die gesamte Strategie richtet sich implizit an Jugendliche, da gerade sie von der Nachhaltigkeit am meisten betroffen sind. Nachhaltigkeitsprinzipien im gesamten Bildungswesen verankern (von Kindergärten bis Universitäten); Entwicklung und Machbarkeitsanalyse bezüglich eines österreichischen Systems zur Evaluierung von Outputergebnissen von Bildung für nachhaltige Entwicklung.

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2015
Federführung: BMG
Jugendbezug: explizit: Kinder und Jugendliche werden in der Österreichischen Suchtpräventionsstrategie als vorrangige direkte Zielgruppen im Interventionsfeld Suchtprävention identifiziert. Vor dem Generalziel, den Konsum von psychotrope Substanzen und den Einstieg in andere Verhaltensweisen mit Sucht- bzw. Risikopotential möglichst gering zu halten, soll bei der Zielgruppe Kinder und Jugendliche erstmaliger Substanzkonsum verhindert bzw. möglichst weit hinausgezögert werden. Andererseits soll Kompetenzbildung gestärkt werden, sodass riskante Verhaltensweisen oder Suchtentwicklung unwahrscheinlich werden.

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2016

Federführung: BMLFUW

Jugendbezug: impliziter Jugendbezug durch die Erwähnung von waldpädagogischen Angeboten mit speziellen (jugendlichen) Zielgruppen, gesundheits- und bewegungsorientierten Angeboten. Ein Schwerpunkt wird auf den Auf- und Ausbau von Kooperationen (beispielsweise im Bereich Waldpädagogik) gelegt.

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2009
Federführung: BMLFUW
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug durch verstärkte Integration technischer Aspekte in die schulische Ausbildung; Sicherung eines hohen Schutzniveaus für die Umwelt und Gesundheit

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2010
Federführung: BMLFUW
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug, da sozial verantwortliche Beschaffung einen Beitrag für Beschäftigung (z.B.: Jugendliche, Langzeitarbeitslose) leistet.

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2012
Federführung: BKA
Jugendbezug: Schwerpunkt Jugendbeschäftigung; Jugendcoaching (Beratungs- und Betreuungsangebot zur Begleitung von ausgrenzungsgefährdeten Schüler/-innen im 9. Schulbesuchsjahr, sowie Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf und psychosozialen Problemen); weitergeführte Maßnahmen: „Aktion Zukunft Jugend“ und Ausbildungsgarantie; Umsetzung der Überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA); Außerschulische Jugendförderung: Bundes-Jugendförderung mit der Schwerpunktförderung Berufsorientierung; Jobtalks 2.0; ESF-Programm unterstützt Maßnahmen für Jugendliche mit Behinderung; Jugend innovativ (Jugendliche für Forschung und Entwicklung zu interessieren); Prävention der Vererbung von Armut

(Link zum Programm)

Veröffentlicht: 2012
Federführung: BMLFUW
Jugendbezug: impliziter Jugendbezug durch die Sonderkategorie "Start Up Ressourceneffizienz" zur Förderung von Jungunternehmer/-innen

(Link zum Aktionsplan)

Veröffentlicht: 2017

Federführung: BMB

Jugendbezug: Die Strategie adressiert Schüler/innen während ihrer gesamten schulischen Laufbahn. Mit der Umsetzung der Strategie sollen alle Schüler/innen in Österreich digitale Kompetenzen erwerben und lernen, sich kritisch mit digitalen Inhalten auseinanderzusetzen.

(Link zur Website)

Veröffentlicht: 2011
Federführung: BMBF
Jugendbezug: Vision: Altersgruppen adäquates Niveau, Chancengleichheit trotz unterschiedlicher sozialer Herkunft; Verhinderung von Schulabbrüchen durch ein Modularsystem; Verbesserung der Lesekompetenz bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund; flexible Organisationsformen für weiterführende Bildung; Ausbau von alternativen Übergangssystemen ins Berufsleben; Bildungsberatung; Zusammenarbeit zw. Schule, Jugendarbeit u. Betrieben unter Einbeziehung innovativer Konzepte der Mentoren- und Freiwilligenarbeit; Partizipativer Prozess soll erlebbar sein, Jugendliche einbinden; Ausbau der Freiwilligenzentren zu Anlauf- und Informationsstellen für Vermittlung und Begleitung von Freiwilligen; Aufwertung von Freiwilligenarbeit durch Anerkennungsverfahren für Fertigkeiten u. Kompetenzen

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2017

Federführung: BKA

Jugendbezug: In einem eigenen Kapitel werden Ziele zur Ermächtigung der Roma-Jugend formuliert. Dies soll unter anderem durch eine erhöhte Nutzung außerschulischer Angebote der Bildungs- sowie Kinder- und Jugendarbeit, Information über Geschichte, Sprache und Kultur der Roma, Sensibilisierung für Antiziganismus und Hate Speech sowie der Vertretung von jungen  Romnja und Roma in Jugendpartizipationsprozessen erreicht werden.

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2011/2012/2013/2014
Federführung: BMWFW
Jugendbezug: Förderung der Schulsportwochen, da Jugendliche die Gäste von morgen sind; Verstärkung von Maßnahmen zur tourismusspezifischen Berufsorientierung; Bewusstseinsbildung für Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund um die vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten im Tourismus

(Link zur Strategie)

Veröffentlicht: 2015

Federführung: BMEIA

Jugendbezug: Der 50 Punkte - Plan definiert 8 Handlungsfelder ("Sprache und Bildung", "Arbeit und Beruf", "Rechtsstaat und Werte", "Gesundheit und Soziales", "Interkultureller Dialog", "Sport und Freizeit", "Wohnen und die regionale Dimension der Integration", "Allgemeine strukturelle Maßnahmen") mit Maßnahmenempfehlungen, die sich auch explizit an junge Menschen richten.

(Link zum 50 Punkte - Plan)

Kontakt

Robert Lender

Leiter Kompetenzzentrum Jugend

E-Mail: robert.lender@bka.gv.at