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Förderschwerpunkte 2019

Drei Schwerpunkte werden im Jahr 2019 prioritär gefördert.

Für das Jahr 2019 wurden von Bundesministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß gemäß § 2 Abs. 2 der "Richtlinien zur Förderung der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit" folgende Förderschwerpunkte gesetzt:

  1. Digitalisierung/Medienkompetenz/E-Youthwork
  2. Gewalt- und Suchtprävention
  3. Generationendialog

Projekte zu den Schwerpunktthemen werden prioritär gefördert.

Die Angebote müssen so angelegt sein, dass sie partizipativ und geschlechtergerecht ausgerichtet sind und benachteiligte Bevölkerungsgruppen einbeziehen. Zielgruppen können dabei sowohl die Heranwachsenden wie auch Multiplikator/innen (sofern überwiegend unter 30 Jahre alt) sein.

Der Bezug zu den Förderschwerpunkten ist im Konzept nachvollziehbar darzustellen. Es sind dabei auf den jeweiligen Förderschwerpunkt bezogene konkrete didaktische, methodische und inhaltliche Aspekte zu benennen, die über eine entsprechende allgemeine und grundsätzliche Wirkung der Kinder- und Jugendarbeit hinausgehen.

Zu den Förderschwerpunkten im Einzelnen:

1. Digitalisierung/Medienkompetenz/E-Youthwork

Kinder- und Jugendarbeit im 21. Jahrhundert kommt um eine Auseinandersetzung mit der Digitalisierung und den Chancen und Risiken von Internet & Co. nicht herum. Dabei bildet ganz allgemein die Medienkompetenz sowohl der Kinder und Jugendlichen wie auch der Multiplikator/innen eine wichtige Grundlage.

Darüber hinaus geht es jedoch auch um das produktive Nutzen und Einsetzen der (neuen) digitalen Tools und Techniken in der Jugendarbeit. Besondere Möglichkeiten tun sich auch im Feld der Beteiligung junger Menschen auf.

Dieser Förderschwerpunkt kann einerseits mit Projekten umgesetzt werden, die darauf abzielen, die Medienkompetenz in einem breiten und umfassenden Sinn zu stärken. Zielgruppe können dabei sowohl die Heranwachsenden wie auch Multiplikator/innen sein.

Andererseits sind hier Projekte zurechenbar, die (neue) Methoden von E-Youthwork oder E-Partizipation erproben oder ausbauen und dabei jedenfalls sowohl in der Planung, wie auch Berichtslegung die speziellen „E-Aspekte“ thematisieren und dokumentieren.

2. Gewalt- und Suchtprävention

Ziel ist die Entwicklung und Durchführung von Projekten der außerschulischen Jugendarbeit, die sich mit den Ursachen von Sucht (mit Schwerpunkt auf Alkohol und Nikotin) und Gewalt bei Jugendlichen auseinandersetzen sowie diesen vorbeugen.
Dies sind unter anderem

  • Methoden, die auf die Steigerung der sozialen Kompetenz und der Selbstkontrolle abzielen
  • Projekte, die eine intensive Auseinandersetzung mit (Konsum)Verhalten unterstützen
  • Projekte mit einer aktiven Einbindung der Zielgruppe in die Informations- und Beratungstätigkeit

Im Hinblick auf die Harmonisierung der Jugendschutzgesetze in den Bundesländern ab 2019 in den Bereichen Rauchen und Alkohol werden Projekte, die auf diese Thematik abzielen, besonders berücksichtigt.

Insbesondere ist dabei darauf zu achten, dass in der Kommunikation nach außen Jugendliche nicht als Problemfälle dargestellt werden, sondern die jeweiligen Maßnahmen insbesondere die Kompetenzen Jugendlicher in den Mittelpunkt rücken.

Um die Qualität der Prävention in der außerschulischen Jugendarbeit zu fördern, werden auch Projekte anerkannt, die sich der Weiterbildung von freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen widmen, wobei entsprechende Fachkräfte in die Konzeption und Durchführung mit eingebunden werden müssen.

3. Generationendialog

Das Verhältnis zwischen „Jung und Alt“ ist in unserer Gesellschaft verschiedenen Belastungen ausgesetzt. So verschiebt die demografische Entwicklung die Balance im System der sozialen Sicherung und in der politischen Repräsentation. Auch die Veränderungen in den Strukturen des ländlichen Raumes und der Städte stehen zum Teil im Zusammenhang mit den Altersstrukturen.

Hinzu kommt, dass die „klassischen“ Themen des Generationenkonfliktes natürlich noch immer ihre Gültigkeit haben und dass das gegenseitige Verständnis von Jung und Alt viel zu oft zu kurz kommt. Demgegenüber stehen viele Chancen, die mit einem gelingenden Dialog zwischen den Generationen eröffnet werden können. Dies gilt sowohl innerhalb der Familien, wie auch in größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen und reicht von einer Entspannung des Zusammenlebens auf Grund eines gegenseitigen Verständnisses, über ein voneinander Lernen bis hin zum produktiven gemeinsamen Tun.

Im Feld der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit sind vielfältige Formen und Inhalte von Projekten möglich, um die Chancen eines Generationendialoges zu nutzen. Die Palette reicht von Elternarbeit über Aktivitäten von einer Generation für die andere, bis hin zu gemeinsamen Aktionen von Jung und Alt.

Unter diesem Förderschwerpunkt sind daher Projekte zurechenbar, die darauf abzielen, den Dialog zwischen den Generationen in einem breiten und umfassenden Sinn zu stärken.

Kontakt

Wolfgang Fürnweger

Abteilung Jugendpolitik

E-Mail: wolfgang.fuernweger@bka.gv.at