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Förderschwerpunkte 2017/2018

Drei Schwerpunkte werden in den Jahren 2017 und 2018 prioritär gefördert.

Für die Jahre 2017/2018 wurden gemäß § 2 Abs 2 der "Richtlinien zur Förderung der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit" folgende Förderschwerpunkte gesetzt:

  1. Vielfalt – Integration – Inklusion
  2. E-Youthwork
  3. Generationendialog

Projekte zu den Schwerpunktthemen werden prioritär gefördert.

Die Angebote müssen so angelegt sein, dass sie partizipativ und geschlechtergerecht ausgerichtet sind und benachteiligte Bevölkerungsgruppen mit einbeziehen.

Zielgruppen können dabei sowohl die Heranwachsenden wie auch Multiplikator/-innen (sofern überwiegend unter 30 Jahre alt) sein. Der Bezug zu den Förderschwerpunkten ist im Konzept nachvollziehbar darzustellen.

Es sind dabei auf den jeweiligen Förderschwerpunkt bezogene konkrete didaktische, methodische und inhaltliche Aspekte zu benennen, die über eine entsprechende allgemeine und grundsätzliche Wirkung der Kinder- und Jugendarbeit hinausgehen.

Zu den Förderschwerpunkten im Einzelnen:

1. Vielfalt – Integration – Inklusion

Unsere Gesellschaft ist von Vielfalt geprägt. Die Menschen in unserem Land unterscheiden sich durch eine Vielfalt von Faktoren. Häufig beeinflussen diese individuellen Unterschiede auch gesellschaftliche Merkmale, wie Bildung, Einkommen, (Berufs-)Chancen, Gesundheit oder Wohnort.

Integration ist eine wesentliche Säule für eine funktionierende demokratische Gesellschaft. Dies gilt auf allen Ebenen: global, in Europa, in Österreich, in der Gemeinde, in der Klasse, im Jugendzentrum, in der Familie…

Es muss klar und sichergestellt sein, dass Gewalt kein Mittel zur Lösung von Konflikten ist und dass es nicht nur um ein Nebeneinander sondern um ein Miteinander geht.

Dieser Förderschwerpunkt kann mit Projekten umgesetzt werden, die als Maßnahmen der  Integration – in einem weitgefassten Verständnis – zum Ziel haben oder thematisieren.

2. E-Youthwork

Kinder- und Jugendarbeit im 21. Jahrhundert kommt um eine Auseinandersetzung mit der Digitalisierung und den Chancen und Risiken von Internet & Co. nicht herum.

Dabei bildet ganz allgemein die Medienkompetenz sowohl der Kinder und Jugendlichen wie auch der Multiplikator/innen eine wichtige Grundlage.

Darüber hinaus geht es jedoch auch um das produktive Nutzen und Einsetzen der (neuen) digitalen Tools und Techniken in der Jugendarbeit. Sei es mit einem Facebook-Auftritt oder einer Whats-App-Gruppe, sei es mit Chat-Beratung oder virtuellen Schnitzeljagden – die Möglichkeiten und Ansätze sind vielfältig und noch lange nicht ausgeschöpft.

Besondere Möglichkeiten tun sich auch im Feld der Beteiligung junger Menschen auf. Zahlreiche, inzwischen bewährte und so manche noch „unentdeckte“ Apps, Tools und Methoden ermöglichen E-Partizipation sowohl innerhalb von Kinder- und Jugendorganisationen wie auch im Dialog mit der Politik.

Dieser Förderschwerpunkt kann mit Projekten umgesetzt werden, die (neue) Methoden der E-Youthwork oder der E-Partizipation erproben oder ausbauen und dabei jedenfalls sowohl in der Planung, wie auch Berichtslegung die speziellen „E-Aspekte“ thematisieren und dokumentieren.

3. Generationendialog

Das Verhältnis zwischen „Jung und Alt“ ist in unserer Gesellschaft verschiedenen Belastungen ausgesetzt. So verschiebt die demografische Entwicklung die Balance im System der sozialen Sicherung und in der politischen Repräsentation. Auch die Veränderungen in den Strukturen des ländlichen Raumes und der Städte steht zum Teil im Zusammenhang mit den Altersstrukturen.

Hinzu kommt, dass die „klassischen“ Themen des Generationenkonfliktes natürlich noch immer ihre Gültigkeit haben und dass das gegenseitige Verständnis von Jung und Alt viel zu oft zu kurz kommt.

Demgegenüber stehen viele Chancen, die mit einem gelingenden Dialog zwischen den Generationen eröffnet werden können. Dies gilt sowohl innerhalb der Familien, wie auch in größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen und reicht von einer Entspannung des Zusammenlebens auf Grund eines gegenseitigen Verständnisses, über ein voneinander Lernen bis hin zum produktiven gemeinsamen Tun.

Im Feld der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit sind vielfältige Formen und Inhalte von Projekten möglich, um die Chancen eines Generationendialoges zu nutzen. Die Palette reicht von Elternarbeit über Aktivitäten von einer Generation für die andere, bis hin zu gemeinsamen Aktionen von Jung und Alt.

Unter diesem Förderschwerpunkt sind daher Projekte zurechenbar, die darauf abzielen, den Dialog zwischen den Generationen in einem breiten und umfassenden Sinn zu stärken.

Kontakt

Wolfgang Fürnweger

Abteilung Jugendpolitik

E-Mail: wolfgang.fuernweger@bka.gv.at