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EU-Jugendstrategie

Bei der EU-Jugendstrategie handelt es sich um eine Entschließung des Rates der Jugendminister/-innen vom 27. November 2009 über einen Erneuerten Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Dies bedeutet, dass die Zusammenarbeit in Europa zukünftig sowohl auf die Verbesserung von Möglichkeiten und mehr Chancengleichheit für alle jungen Menschen im Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt, als auch auf die Förderung des gesellschaftlichen Engagements, der sozialen Eingliederung und der Solidarität aller jungen Menschen ausgerichtet wird.

Um diese beiden großen Ziele zu erreichen, wurden acht Aktionsfelder definiert, in deren Rahmen gezielte Maßnahmen und Initiativen im Jugendbereich gesetzt werden sollen. Erforderlich sind sowohl spezielle jugendpolitische Initiativen im eigenen Wirkungsbereich als auch Initiativen zur Förderung einer sektorenübergreifenden Schnittstellenarbeit.

Die Handlungsfelder der EU-Jugendstrategie umfassen eine Bandbreite unterschiedlicher Politikfelder, in denen Jugendliche in den Mittelpunkt gestellt werden:

  • Allgemeine und berufliche Bildung
  • Beschäftigung und Unternehmergeist
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Teilhabe
  • Freiwilligentätigkeit
  • Soziale Eingliederung
  • Jugend in der Welt
  • Kreativität und Kultur

Da Jugendpolitik Querschnittsmaterie ist, bedarf es einer Verschränkung von gezielten Maßnahmen für junge Menschen und einer sektorenübergreifenden Vorgehensweise, um dadurch die Auswirkungen von  anderen Politikbereichen auf das Leben junger Menschen mitberücksichtigen zu können. In allen jugendspezifischen Maßnahmen und Strategien stehen die Förderung der Geschlechtergleichstellung, die Bekämpfung jeglicher Form der Diskriminierung, die besondere Berücksichtigung von jungen Menschen mit weniger Chancen, die Mitwirkung junger Menschen an Prozessen zur Vorbereitung von politischen Entscheidungen sowie die Anerkennung von jungen Menschen als Bereicherung für die Gesellschaft im Vordergrund.

Zur Umsetzung und zur Verwirklichung  dieser Ziele des Erneuerten Rahmens für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa wurden in den jeweiligen Mitgliedsstaaten nationale Arbeitsgruppen eingerichtet, die die Durchführung des vorgesehenen Strukturierten Dialogs unterstützen, indem sie auf bestehende Strukturen aufbauen, und den Partizipationsprozess von Jugendlichen auf allen politischen Ebenen national sicherstellen.

Kontakt

Abteilung Internationale Jugend- und Familienpolitik

E-Mail: int.familien.jugend@bka.gv.at