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EU Youth Report 2015

Mit 15. September 2015 veröffentlichte die EU-Kommission den EU Youth Report.

Er bietet einen umfassenden Überblick über die Situation junger Menschen in Europa und zeigt, welche Maßnahmen im Zeitraum 2013 bis 2015 getroffen wurden.

Der EU-Jugendbericht zeigt, dass junge Menschen in der Regel besser ausgebildet sind als ihre Vorgänger und weniger junge Menschen die Schule abbrechen. Dennoch sind im EU-Raum 8,7 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 29 arbeitslos, 13,7 Millionen sind nicht in Beschäftigung, Bildung oder Ausbildung (NEETs) und fast 27 Millionen sind von Armut oder Exklusion bedroht.

Viele junge Menschen bauen soziale Netzwerke auf und kombinieren so globale Vernetzung mit lokaler Verwurzelung: 82 Prozent beteiligten sich im Jahr 2014 an sozialen Netzwerken im Internet. Junge Menschen engagieren sich im Rahmen neuer Formen politischer Teilhabe – oft über soziale Medien –, aber sie nehmen nicht so häufig an Wahlen teil wie die älteren Generationen. Dennoch bleiben viele von ihnen aktive Mitglieder ihrer lokalen Gemeinschaft; 2014 gehörte etwa ein Jugendlicher von 2 mindestens einer Organisation an, 1 von 4 leistet Freiwilligenarbeit.

Seit 2013 haben die EU und die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergriffen, um junge Menschen zu unterstützen, vor allem um ihnen zu helfen, einen Job zu finden. Doch die schwierige Lage junger Menschen und die Notwendigkeit, den Risiken der Ausgrenzung, Marginalisierung und Radikalisierung und Gewaltbereitschaft zu begegnen, fordert Vorrang für Integration in die Gesellschaft, mit dem letztendlichen Zweck, dass alle jungen Menschen aktiv und engagierte Mitglieder der Gesellschaft werden. Dies erfordert  im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatz eine systematischere Zusammenarbeit über alle Politikbereiche hinweg  und mit allen Akteuren.