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Lebenswerk-Preis

Ziel des Lebenswerk-Preises ist die Würdigung herausragender Lebenswerke von Persönlichkeiten, die sich für die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern eingesetzt haben und in diesem Sinne in ihrem Wirkungsbereich Bedeutendes geleistet und Vorbildcharakter haben. Der Preis wird einmal jährlich im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung von der Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend verliehen.

Bisherige Preisträgerinnen des Lebenswerk-Preis

Preisträgerin 2018 – Ruth Wodak

Ruth Wodak beschäftigte sich im Laufe ihrer wissenschaftlichen Karriere mit der Thematisierung und Bekämpfung von Antisemitismus, Rassismus und Sexismus und setzt sich für mehr Gerechtigkeit und Gleichheit von Frauen ein. Für ihre Forschung auf den Gebieten Rassismus, Sexismus und Klassismus wurde sie bereits mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Den Lebenswerkpreis hat Frau Wodak aufgrund ihrer interdisziplinären Forschung und Wissenschaft zur Bekämpfung von Antisemitismus, Sexismus und jede andere Form der Diskriminierung sowie ihren Einsatz für mehr Gleichheit zugesprochen bekommen.

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Preisträgerin 2017 – Elfriede Hammerl

Elfriede Hammerl schreibt bereits seit den 1970er Jahren als starke Frauenstimme feministische Kolumnen. Die Kolumnistin für Kurier, Stern, profil, Vogue oder Cosmopolitan kämpft pointiert, wortgewandt und unermüdlich gegen Rollenklischees und die Benachteiligung der Frauen in Gesellschaft und Berufsleben an. Aufgrund ihres herausragenden Lebenswerkes, ihres umfassenden gesellschaftspolitischen Engagements, ihrer moralischen Integrität und ihrer Vorbildwirkung für Frauen wurde Elfriede Hammerl mit dem Lebenswerk-Preis ausgezeichnet.

Fotogalerie: Käthe-Leichter-Preisverleihung 2017

Preisträgerin 2016 – Christine Nöstlinger

Aufgrund ihres herausragenden schriftstellerischen Lebenswerks, ihres umfassenden gesellschaftspolitischen Engagements, ihrer moralischen Integrität und ihrer Vorbildwirkung für Frauen sowie ihres spielerischen Umgangs mit Geschlechterrollen wurde Christine Nöstlinger vom Frauenministerium mit dem Lebenswerk-Preis 2016 ausgezeichnet.

Fotogalerie Käthe-Leichter-Preisverleihung 2016

Preisträgerin 2015 – Valie Export

Valie Export ist eine Wegbereiterin des experimentellen Films und Kinos und eine der wichtigsten Protagonistinnen einer feministischen und kritischen Kunst. Mit ihren Arbeiten macht sie auf soziale, gesellschaftliche und politische Wirklichkeit, auf Zwänge, Gewalt und Schmerz aufmerksam. Ihre Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen in der Gesellschaft und die Frage nach der Rolle und Identität der Frau nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Sowohl als Künstlerin als auch als Lehrende und Theoretikerin bezieht sie inhaltlich eine klar ausformulierte international anerkannte Position und ist damit ein Vorbild für viele andere Frauen.

Preisträgerin 2014 – Freda Meissner-Blau

Freda Meissner-Blau hat durch ihr Wirken als Politikerin und ihr Engagement für Gleichstellung, Menschenrechte, Umwelt, Demokratie und Frieden wesentlich die politische Landschaft in Österreich und den gesellschaftlichen Diskurs geprägt. Als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin und als Klubobfrau im Parlament hat sie einen wesentlichen Beitrag zum Sichtbarmachen von Frauen in der (politischen) Öffentlichkeit geleistet. Durch ihr Wirken war und ist sie ein Vorbild für viele andere Frauen

Preisträgerin 2013 – Cornelia Klinger 

Apl. Prof. Dr. Cornelia Klinger hat die feministische Forschung und Theorie in Wien durch ihr Wirken am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in den vergangenen beiden Dekaden ganz maßgeblich vorangetrieben. Sie hat sich dafür eingesetzt, dass das Institut für die Wissenschaften vom Menschen eine der ersten und besten außeruniversitären Einrichtungen wurde, in der feministische Theorie und Forschung ein Zuhause fanden. Mit ihrem eigenen, in der Kritischen Theorie verankerten feministischen Ansatz hat sie einen ganz wesentlichen Beitrag zur Kritik geschlechtsspezifischer Herrschaft und Ungleichheit geleistet.

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Preisträgerin 2012 – Gerda Lerner

Die, in Wien geborene, amerikanische Historikerin Gerda Lerner hat sich jahrzehntelang in ihren wissenschaftlichen Arbeiten dafür engagiert, Frauen im historischen Kontext sichtbar zu machen. Dies geprägt durch ihre eigene Geschichte als Jüdin, Außenseiterin und Emigrantin. Zu ihren Publikationen zählt "Frauen finden ihre Vergangenheit", "Die Entstehung des Patriarchats" und "Die Entstehung des feministischen Bewusstseins". Im Jahr 2003 erschien ihre Autobiografie "Feuerkraut". Ihr Einsatz für eine Institutionalisierung von Frauengeschichte in den 1970er und 1980er Jahren ist besonders hervorzuheben.

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Preisträgerin 2011 – Maria Schaumayer

Dr. Maria Schaumayer, in Wien lebende österreichische Wirtschaftswissenschaftlerin und Politikerin. In den Jahren 1990 bis 1995 war sie Präsidentin der Österreichischen Nationalbank. Sie erhält den Preis aufgrund ihres beeindruckenden Werdegangs in den immer noch männerdominierten Bereichen Bankwesen, Wirtschaft und Politik, sowie für ihr langjähriges Engagement in der Unterstützung und Förderung von Karrieren junger Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft durch die Gründung der "Dr. Maria Schaumayer-Stiftung".

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Preisträgerin 2010 – Erika Weinzierl

Univ.Prof.em Dr. Erika Weinzierl – als eine der prägendsten Persönlichkeiten der österreichischen Zeitgeschichtsforschung hat sie sich große Verdienste um eine umfassende und tabulose Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus erworben. Sie ist gleichzeitig auch eine über Parteigrenzen hinweg anerkannte moralisch-ethische Instanz, die ihre zutiefst demokratische Grundhaltung immer wieder zum Ausdruck gebracht hat – ob als Mahnerin vor dem Nationalsozialismus und seinem Erbe oder durch ihren Einsatz für eine humane Asyl- und Migrationspolitik.

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