Inhalt

Frauen und Pensionen

Das österreichische Pensionssystem beruht auf dem Prinzip der Pflichtversicherung und soll den Lebensunterhalt im Alter – nach dem Ende des Erwerbslebens – absichern.

Die Pensionshöhe hängt grundsätzlich ab:

  • von den eingezahlten Beiträgen
  • von der Anzahl der Beitrags(versicherungs)monate und
  • vom Erwerbseinkommen - der Höhe der gezahlten Beiträge

Derzeit beziehen rund 958.000 Frauen eine Alterspension (Hauptverband, April 2018), das entspricht knapp 57% aller AlterspensionistInnen.

Frauen haben deutlich geringere Pension

Da Frauen nach wie vor im Durchschnitt deutlich geringere Erwerbseinkommen erzielen, liegen auch die durchschnittlichen Alterspensionen von Frauen mit 1.000 Euro deutlich unter denen der Männer (1.635 Euro; Hauptverband Dezember 2017; alle Träger der Pensionsversicherung; alle Alterspensionen).

Die Ursache geringerer Erwerbseinkommen von Frauen liegt u.a. an geringeren Stundenlöhnen, weniger Führungspositionen und reduzierte Arbeitszeit. Hauptsächlich durch Kinderunterbrechungen sind Frauen in geringerem Ausmaß erwerbstätig.

Überdurchschnittlich oft armutsgefährdet 

Gleichzeitig beziehen Frauen oft länger Pension als Männer: etwa aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und dem früheren gesetzlichen Pensionsantrittsalter. Die geringere Alterspension wird teilweise durch Hinterbliebenenpensionen kompensiert. Nichtsdestotrotz sind alleinlebende Pensionistinnen überdurchschnittlich oft von Armutsgefährdung betroffen.

Und: Frauen stellen nach wie vor die überwiegende Mehrheit der AusgleichszulagenbezieherInnen, d.h. ihre Pension wird auf den Richtsatz der Ausgleichszulage hin angehoben, um einen Mindestlebensstandard zu sichern. Etwa zwei Drittel aller BezieherInnen der Ausgleichszulage sind Frauen.

Zum Thema

Einkommen und der Gender Pay Gap
Einkommens- und Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Ein eigenes, existenzsicherndes Einkommen ist nicht nur im Alter für die finanzielle Absicherung wichtig.

Dokumente

Links