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Frauen als Entscheidungsträgerinnen in der Politik

Österreich führte als eines der ersten europäischen Länder im Jahr 1920 das aktive und passive Wahlrecht für Frauen ein. Im Jahr 1990 setzte sich die UN-Frauenstatuskommission zum Ziel, einen Frauenanteil von 30% in Regierungen, Parteien, Gewerkschaften und anderen repräsentativen Gruppen bis zum Jahr 1995 zu erreichen. "Frauen in Macht- und Entscheidungspositionen" wurde 1995 als eines der zwölf strategischen Ziele in der Pekinger Deklaration und Aktionsplattform definiert.

Die politische Repräsentanz ist jedoch in Österreich auch heute noch nicht ausgewogen:

In der Bundesregierung sind derzeit 37% Frauen vertreten, im Nationalrat rund 36%. Auf der Ebene der Länder liegen die Frauenanteile der gewählten Landtagsabgeordneten zwischen 19% (Burgenland) und 39% (Salzburg), in den Landesregierungen sind zwischen 22% (Oberösterreich) und 50% (Tirol) Frauen vertreten.

Auf der Ebene der Gemeinden und Bezirke sind Frauen noch deutlicher in der Minderheit: Laut Angaben des Gemeindebunds hatten im Jänner 2019 von den 2.096 Gemeinden Österreichs 164 eine Bürgermeisterin. Das entspricht einem Anteil von 7,9%.

Eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter in politischen Entscheidungspositionen sichert die demokratische Vertretung der gesamten Bevölkerung.

Einige österreichische Parteien haben sich daher interne Quotenregelungen für die Wahllisten oder zu besetzenden Mandate und Funktionen gegeben. Gesetzliche Regelungen gibt es – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie etwa Frankreich, Belgien oder Portugal – nicht.

Stand: Jänner 2019

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