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Einkommen und der Gender Pay Gap

Obwohl in den letzten Jahren Verbesserungen umgesetzt und dadurch die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede verringert werden konnten, zählt Österreich nach wie vor zu den EU-Ländern mit dem größten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Diese Differenz wird meist mit dem EU-Indikator Gender Pay Gap veranschaulicht: 

Die Gründe für bzw. Einflussfaktoren auf den hohen Gender Pay Gap sind nur teilweise erklärbar: Eine Studie der Statistik Austria aus dem Jahr 2017 auf Basis der Daten zum Gender Pay Gap aus 2014 zeigt, dass nur rund ein Drittel des gesamten Gender Pay Gaps (im Jahr 2014 8,6% von insgesamt 22,2%) aufgrund von Merkmalen wie Branche, Beruf, Ausbildungsniveau, Alter, Dauer der Unternehmenszugehörigkeit, Vollzeit/Teilzeit, Art des Arbeitsvertrags, Region und Unternehmensgröße erklärt werden können. Damit kommt zum Ausdruck, dass strukturellen Unterschiede bzw. Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zwar ein bedeutender Faktor für die Höhe der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede sind, jedoch fast zwei Drittel des gesamten Gender Pay Gaps (im Jahr 2014 13,6% von insgesamt 22,2) nicht durch diese Merkmale erklärt werden. Der große unerklärte Teil des Gender Pay Gaps verdeutlicht umso stärker das hohe Maß an Lohndiskriminierung gegenüber Frauen in Österreich.

Um gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit zu erreichen, bedarf es in Österreich noch vielfältiger Maßnahmen: Bisher wurden einerseits Maßnahmen gesetzt, um die strukturellen Faktoren für den hohen Gender Pay Gap zu reduzieren. Dazu zählen:

  • Förderung der Karriereperspektiven von Mädchen und Frauen in allen – insbesondere technischen und naturwissenschaftlichen – Berufen durch Informationsmaßnahmen wie die Online-Informationsplattform "meine Technik".
  • Abbau von Hindernissen für Frauen bei der Ausübung einer Vollzeitstelle: Dazu zählen unter anderem die Fortführung der Bemühungen zur Bereitstellung ausreichender und qualitativ hochwertiger Kinderbetreuungs- und Pflegeplätze und das gemeinsame "EU-Projekt zur Erhöhung der Väterbeteiligung".
  • Initiativen zur Förderung von Frauen in wirtschaftlichen Führungs- und Entscheidungspositionen wie das Projekt "Frauen in Führungspositionen. Women are top!".

Andererseits wurden bereits Initiativen und gesetzliche Schritte gesetzt, um die Einkommenstransparenz in Österreich zu erhöhen: Maßnahmen zur Einkommenstransparenz.