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Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern

Gemäß Artikel 7 Absatz 2 Bundes-Verfassungsgesetz, bekennen sich Bund, Länder und Gemeinden zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau. Maßnahmen zur Förderung der faktischen Gleichstellung von Frauen und Männern insbesondere durch Beseitigung tatsächlich bestehender Ungleichheiten sind zulässig. Gemäß Artikel 7 Absatz 3 Bundes-Verfassungsgesetz können Amtsbezeichnungen in der Form verwendet werden, die das Geschlecht des Amtsinhabers oder der Amtsinhaberin zum Ausdruck bringt. Gleiches gilt für Titel, akademische Grade und Berufsbezeichnungen. Sprache ist nicht nur Kommunikationsmittel, sondern vermittelt auch unsere Weltanschauungen und trägt zur Bildung der sozialen und psychischen Identität bei. Zwischen Denkweisen und Sprachverhalten bestehen enge Wechselwirkungen. Unsere Vorstellungen fließen in unsere sprachlichen Äußerungen ein, die verwendeten Sprachformen beeinflussen wiederum unser Denken. In diesem Zusammenhang steht die berechtigte Forderung nach sprachlicher Gleichbehandlung von Frauen und Männern.

Das Deutsche kennt im Wesentlichen vier Möglichkeiten, geschlechtergerecht zu formulieren:

Leitfaden "Geschlechtergerechter Sprachgebrauch"

Der Leitfaden der Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung im Bundeskanzleramt enthält die wichtigsten Grundprinzipien des geschlechtergerechten Formulierens und bietet einen Überblick über leicht umsetzbare und praxisbezogene Vorschläge zur sprachlichen Gleichbehandlung.

Leitfaden Geschlechtergerechter Sprachgebrauch, 2015