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Steuerliche Absetzbarkeit

Im Zuge der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerveranlagung oder Einkommenssteuererklärung können für die Veranlagungsjahre bis 2018 die Kosten für die Betreuung von Kindern bis höchstens 2 300 Euro pro Kind und Kalenderjahr als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

Durch die Steuerentlastung durch den Familienbonus Plus ab dem Jahr 2019 entfallen der Kinderfreibetrag und die steuerliche Abzugsfähigkeit der Kinderbetreuungskosten bis zum 10. Lebensjahr.

Für die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten müssen im jeweiligen Veranlagungsjahr folgende Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Kind hat das 10. Lebensjahr zum Beginn des Kalenderjahres noch nicht vollendet hat,
  • Einem der beiden Elternteile steht länger als 6 Monate im Kalenderjahr der Kinderabsetzbetrag für dieses Kind oder dem geldunterhaltspflichtigen Elternteil länger als 6 Monate im  Kalenderjahr der Unterhaltsabsetzbetrag zu.
  • Das Kind hält sich nicht ständig außerhalb der EU, des EWR-Raums oder der Schweiz auf.

Das Kind muss von einer öffentlichen oder einer privaten institutionellen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung oder von einer pädagogisch qualifizierten Person betreut worden sein.

Zum Nachweis der Kinderbetreuungskosten hat die Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung oder die pädagogisch qualifizierte Betreuungsperson eine Rechnung beziehungsweise einen Zahlungsbeleg auszustellen, der folgende Angaben enhält:

  • Name und Sozialversicherungsnummer beziehungsweise Kennnummer der Europäischen Krankenversicherungskrafte des Kindes,
  • Rechnungsempfänger (Name und Adresse),
  • Ausstellungsdatum,
  • fortlaufende Rechnungsnummer,
  • Zeitraum der Kinderbetreuung,
  • bei öffentlichen Kinderbildungs und -betreuungseinrichtungen Name und Anschrift; bei privaten Einrichtungen zusätzlich Hinweis auf die Bewilligung zur Führung der Einrichtung,
  • bei pädagogischen qualifizierten Personen, Name, Adresse, Sozialversicherungsnummer beziehungsweise Kennummer der Europäischen Krankenversicherungskarte und Vorliegen der konkreten Qualifikation durch Beilage einer Kopie des entsprechenden Zeugnisses (zum Beispiel Kursbestätigung)
  • Rechnungsbetrag (inkl. Umsatzsteuer, Ausnahme: Tageseltern, Kleinunternemen im Sinne des UStG)

Wie alle anderen Belege sind auch diese Nachweise 7 Jahre aufzubewahren und im Falle der Aufforderung dem Finanzamt vorzulegen.

Abzugsfähig sind die unmittelbaren Kosten für Kinderbetreuung, Kosten für Verpflegung und das Bastelgeld. Das Schulgeld für Privatschulen und der Nachhilfeunterricht sind nicht berücksichtigungsfähig. Ebenso nicht abzugsfähig sind Kosten für die Vermittlung von Betreuungspersonen und die Fahrtkosten zur Kinderbetreuung.

Für die Ferienbetreuung (zum Beispiel Ferienlager) können sämtliche Kosten (zum Beispiel auch jene für Verpflegung und Unterkunft, Sportveranstaltungen, Fahrtkosten für den Bus zum und vom Ferienlager) abgesetzt werden. Sofern die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt. Die Rechnung hat eine detaillierte Darstellung zu enthalten, aus der die Gesamtkosten und die abzugsfähigen Kosten für die Kinderbetreuung hervorgehen.

Kontakt

Abteilung Kinder- und Jugendhilfe

E-Mail: kjh@bka.gv.at