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Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Seit 2009 können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Dies gilt für Kosten für Kinderkrippen, Kindergärten, Tagesmütter, Kindermädchen sowie auch für einen Schülerhort oder ein Internat bis zu einem Betrag von 2 300 Euro pro Jahr und Kind. Das betreute Kind darf zu Beginn des Kalenderjahres das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Anspruch auf diesen Freibetrag haben Eltern, die Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer zahlen.

Voraussetzung ist, dass die Kinderbetreuung in einer institutionellen Einrichtung erfolgt, die den landesgesetzlichen Vorschriften für Kinderbetreuungseinrichtungen entspricht oder durch eine pädagogisch vergleichbar tätige Person (die zum Beispiel eine entsprechende Ausbildung absolviert hat). Die Kinderbetreuungskosten können wahlweise von einem Elternteil oder aufgeteilt auf beide Elternteile, entsprechend der tatsächlichen Kostentragung, in Anspruch genommen werden.

Werden Betreuungskosten durch einen Zuschuss des Arbeitgebers gedeckt (siehe unten), so sind nur die vom Steuerpflichtigen getragenen Kosten bis zum og. Ausmaß absetzbar, die nicht durch den Zuschuss gedeckt sind.

Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ist, dass für die betroffenen Kinder ein Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag für mehr als 6 Monate im Kalenderjahr besteht.

Berücksichtigt werden die Aufwendungen für die Kinderbetreuung im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung beziehungsweise Einkommensteuererklärung, dabei ist die Versicherungsnummer des Kindes/der Kinder anzugeben.

Ihre Steuererklärung können Sie online über die Website des Finanzministeriums erledigen: Finanzonline.at.

Informationen zum Steuerrecht

Auskünfte zu steuerrechtlichen Fragen erteilen auch die Finanzämter.

Kontakt

Dr. Andreas Kresbach

Abteilung für Familienbesteuerung

E-Mail: andreas.kresbach@bka.gv.at