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Drittstaatsangehörige

Bürger von Drittstaaten, also nicht aus EU/EWR/CH stammend, haben dann Anspruch auf Familienbeihilfe, wenn sie sich rechtmäßig und ständig im Bundesgebiet aufhalten.

Die Rechtmäßigkeit des Aufenthaltes ist durch einen entsprechenden Aufenthaltstitel nach § 8 Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht 2005 (NAG 2005) nachzuweisen. Für den Bezug der Familienbeihilfe ist der gültige Aufenthaltstitel von Bezieher und Kind Voraussetzung.

Personen, denen Asyl nach dem Asylgesetz 2005 gewährt wurde, haben für Kinder, denen Asyl nach dem Asylgesetz 2005 gewährt wurde, Anspruch auf Familienbeihilfe, und zwar ab dem Monat, in dem der stattgebende Asylbescheid erlassen wurde.

Personen, denen der Status der Subsidiär Schutzberechtigten nach dem Asylgesetz 2005 zuerkannt wurde, haben dann Anspruch auf Familienbeihilfe für ihre Kinder, denen ebenfalls dieser Status zuerkannt wurde, wenn sie unselbständig oder selbständig erwerbstätig sind und sie keine Leistungen aus der Grundversorgung erhalten.

 

Für Personen, die zu Studienzwecken nach Österreich kommen, gibt es in Bezug auf den Familienbeihilfenanspruch je nach Lebenssituation verschiedene Varianten.

Wenn zB die Eltern in einem EU-Mitgliedstaat leben, haben diese im Regelfall weiterhin Anspruch auf die in diesem Mitgliedstaat vorgesehene Familienbeihilfe.

Denkbar ist auch ein Eigenanspruch der/des Studierenden, wenn die Eltern nicht überwiegend für die Studierenden sorgen und der Mittelpunkt der Lebensinteressen der/des Studierenden nach Österreich verlegt wurde.