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EU-Programm "Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft - REC" (ehemals DAPHNE III)

Achtung! Neuer Projektaufruf!

Daphne call-Action grants to support transnational projects to combat sexual harassment and sexual violence aigainst women-JUST/2015/RDAP/AG/SEXV

Die Einreichfrist für diesen Projektaufruf ist 13.10.2015 12:00 MEZ
 

DAPHNE war bis Ende 2013 ein EU-Programm, mit dem Projekte zur Verhinderung von Gewalt  gegen Kinder, Jugendliche und Frauen kofinanziert wurden

Mehr Details finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/justice/grants1/open-calls/index en.htm

Ab 1.1.2014 hat das Programm "Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft (Rights, Equality and Citizenship – „REC“) der EU die folgenden drei Programme im Interesse der Vereinfachung und Rationalisierung vereint:

  • Grundrechte und Unionsbürgerschaft
  • Daphne III
  • Beschäftigung und soziale Solidarität – Progress (in Bezug auf die Abschnitte „Nichtdiskriminierung und Vielfalt“ und „Gleichstellung der Geschlechter“)

Dem Programm stehen 439 Mio. € für die Periode 2014 bis 2020 an Fördermitteln zur Verfügung.

 

43 % des Budgets werden für

  • to prevent and combat all forms of violence against children, young people and women, as well as violence against other groups at risk, in particular groups at risk of violence in close relationships, and to protect victims of such violence
  • to promote and protect the rights of the child
  • to contribute to ensuring the highest level of protection of privacy and personal data
  • to promote and enhance the exercise of rights deriving from the citizenship of the Union
  • to enable individuals in their capacity as consumers and entrepreneurs in the internal market to enforce their rights deriving from Union (…) law, having regard to the projects funded under the Consumer Programme

bereitgestellt.

 

57 % des Budgets werden für

  • to promote the effective implementation of the principle of non-discrimination on the grounds of sex, racial or ethnic origin, religion or belief, disability, age or sexual orientation, and to respect the principle of non-discrimination on the grounds provided for in Article 21 of the Charter
  • to prevent and combat racism, xenophobia, homophobia and other forms of intolerance
  • to promote equality between women and men and to advance gender mainstreaming
  • to promote and protect the rights of persons with disabilities

aufgewandt.

REC ist daher auch, wie eines seiner Vorgängerprogramme, ein EU-Programm, mit dem Projekte zur Verhinderung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen kofinanziert werden.

Die Gewaltdefinition ist sehr breit und umfasst sexuellen Missbrauch, Gewalt in der Familie, wirtschaftliche Ausbeutung, Verschleppung, Diskriminierung von Behinderten/ Migrant/-innen/ Minderheiten und mehr. REC will sowohl konkrete Gewalt verhindern wie auch Risikogruppen schützen und Gewaltopfern Hilfe anbieten. Zu diesem Zweck sollen Projekte zwischen Partnerorganisationen aus mehreren EU-Ländern durchgeführt werden, Kooperationsnetzwerke im Anti-Gewalt-Bereich gestärkt und Daten sowie best-practice-Modelle ausgetauscht werden.

Einreichen können öffentliche oder gemeinnützige Organisationen und Institutionen, die Kompetenz in der Arbeit mit der Zielgruppe Kinder, Jugendliche und Frauen haben und sich mit der Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt beschäftigen.Für Details über wer Projektpartner sein kann, siehe die aktuelle Programm-Seite der EU: http://ec.europa.eu/justice/grants1/programmes-2014-2020/rec/index_en.htm

In der Regel wird einmal pro Jahr im Amtsblatt der EU sowie auf der EU-REC-Website ein Aufruf zur Projekteinreichung veröffentlicht. Dort werden aktuelle Schwerpunkte und Vorgangsweisen erläutert. Eingereicht wird schriftlich bei der Europäischen Kommission direkt in Brüssel. Eine Expert/-innengruppe evaluiert alle Projektanträge.

Bewertungskriterien sind Innovative Projektideen, Qualität der Projektpartnerschaft, europäischer Mehrwert sowie die Möglichkeit zur Weiterführung bzw. Weiterverwendung der Ergebnisse, u.a. REC bietet Projekten keine Voll- sondern nur eine Teilfinanzierung: bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, je Projekt ab 75.000 € pro Projektjahr.

Die Projektaufrufe werden auf der Homepage der europäischen Kommission veröffentlicht. Kofinanzierungspartner sollten auf regionaler und lokaler Ebene gefunden werden.

Ziele von REC

  • Identifizierung und Austausch von Modellprogrammen und Arbeitserfahrung.
  • Durchführung von Umfragen, Studien und Untersuchungen.
  • Implementierung von bewährten Methoden und Programmen zur Gewaltbekämpfung und der Behandlung von Gewalttätern.
  • Förderung von Zusammenarbeit zwischen NGOs und anderen Organisationen, die sich mit Gewaltbekämpfung und Gewaltverhinderung beschäftigen.
  • Entwicklung und Erprobung von Bildungsprogrammen zur Gewaltbekämpfung und dem Konfliktmanagement für den Schulgebrauch und die Einrichtungen für Erwachsenenbildung.
  • Entwicklung und Erprobung von Programmen zur Behandlung von Gewaltopfern und Tätern.
  • Fördern von bewusstseins- und verständnisbildenden Maßnahmen zum Thema Gewalt, damit
  1. jede Form von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen als inakzeptabel vermittelt wird
  2. Opfern und gefährdeten Gruppen geholfen wird,
  3. Gewalttaten gemeldet werden.

 

Dokumente und Formulare: Die Antragsformulare zur Einreichung finden Sie auf der Homepage der Europäischen Kommission: Europäische Komission

Kontakt

Abteilung Internationale Jugend und Familienpolitik

E-Mail: int.familien.jugend@bka.gv.at